Noch einmal: Kupferstreifen

Heute besteht mein Fahrerlebnis aus einer 80 Kilometer langen Dienstreise, die sich zwischen Laubach, Lich und Schotten abspielt. Bekanntermaßen ist ja mein Dienstfahrzeug die kleine Vespa, und so ist es auch heute.

Später am Nachmittag begebe ich mich dann für zwei Stunden in die Werkstatt, um Befestigung und Dichtigkeit der Auuspuffanlage von No.1 noch einmal zu optimieren. Ist ja nur eine leichte Schrauberübung, die daher auch der Entspannung dient. Und für morgen hab ich damit auch eine Begründung für die dringend notwendige Testfahrt.

Die Fahrten mit der Vespa machen derzeit wieder richtig Spaß und bringen mich sogar auf den Gedanken, noch eine 300er dazu zu stellen. Weil aber auch eine neue Heizungsanlage fällig ist, vergesse ich solche Ideen besser gleich wieder.

Dann gehts an den Auspuff von No.1. Schätze, dass wieder ein paar Zentimeter des wunderbaren Cu-Bandes zum Einsatz kommen werden.

Das ist die neuralgische Stelle an der Bullet: Das Krümmerrohr steckt einfach ohne jede Dichtung im Zylinderkopf. Dazu kommt die sehr bescheidene Maßhaltigkeit der Bauteile. An meiner Bullet wackelt jedenfalls das Rohr im Zylinderkopf.

Ich löse zuerst sämtliche Befestigungen der Auspuffanlage von vorne bis hinten und baue dann alles so spannungsfrei wie möglich wieder zusammen. Zusätzlich setze ich einen sehr hitzebeständigen O-Ring auf den Krümmer, der von der Sternmutter an den Kopf gepresst wird - so jedenfalls ist meine Theorie. Wie üblich brauche ich für relativ wenige Schraubverbindungen jede Menge unterschiedliche Schlüsselweiten: 10, 13, 15, 17, 18 und 21 mm und drei Inbusschlüssel.

So, alles fertig, die Anlage sitzt fest - da klappert jetzt nichts mehr, jedenfalls für den Moment.

Klingt gar nicht so schlecht, meine alte No.1. Der lange Auspuff dämpft recht ordentlich, der Krümmer ist dicht, nur das Ansaugschnorcheln durch den Pancake-Luftfilter ist sehr deutlich zu hören. Ist aber kein störendes Geräusch.

Vorheriger Beitrag Nächster Beitrag