2048

….. das ist der Radumfang in mm und damit die Wegdrehzahl meiner grauen Bullet No.1 für die Einstellung des Prophete-Fahrradtachos.

Man mag sich fragen, warum so ein modernes und völlig unklassisches digitales Bauteil an eine Enfield soll, aber ich habe meine Gründe. Das Teil soll ja keineswegs den indischen Nachbau eines britischen Smith-Chronometric-Tachos ersetzen, obwohl der außer schön aussehen wenig kann. Genau anzeigen kann er jedenfalls nicht, aber vor allen Dingen fehlt ihm eine Tageskilometeranzeige, auch distance-trip (DST) genannt. Und das macht mich schier wahnsinnig. Aus diesem Grunde baue ich den Fahrradtacho heute an, nur recht provisorisch, denn eines Tages wird ein schwarzer und elektronischer Tacho von Nova-MMB verbaut werden. Bis dahin aber soll mir der Fahrradtacho die Tageskilometer und die exakte Geschwindigkeit anzeigen.

Weil es heute fast abartig heiß und schwül ist, muss die Testfahrt mit dem Tacho bis 19:00 warten, erst da wird es erträglich mit der Temperatur.

Der Tacho und der entsprechende Magnet sind montiert, alle Daten, vor allem die Wegdrehzahl 2048, sind eingegeben, die Zeit stimmt, der Tageskilometerzähler ist frisch genullt. Jetzt heisst es, ab auf die Straße.

Hoch nach Ulrichstein und weiter über Helpershain nach Meiches – schön rauf und runter. Der Fahrradtacho zeigt herrlich korrekt an, und zwar ziemlich genau 10% weniger als das Smith-Imitat. Damit ist der indische Tacho gar nicht so schlecht dabei.

Aber heute gibt es keine langen Pausen, also die Maschine into live gekickt und weiter.

Von Meiches fahre ich weiter in Richtung Storndorf, als es schlagartig ganz stark nach Regen riecht. Und über Storndorf zeigt sich eine rabenschwarze Wolke. Als dann auch gleich die ersten Tropfen kommen, drehe ich quasi während der Fahrt um und biege ab in Richtung Köddingen – da sieht es nämlich heller aus.

An der Volkssternwarte bei Stumpertenrod habe ich die schwarze Wolke hinter mir gelassen.

Auf der Anhöhe zwischen Stumpertenrod und Unter-Seibertenrod gbt es einen tollen Ausblick tief ins Feldatal hinein.

Leider ist der Anblick nicht in jeder Richtung so schön.

Beim letzten Stopp konnte ich aus der Ferne bereits das Donnergrollen des nahenden Gewitters hören – also ab nach Hause. Die 50 Kilometer habe ich auch heute trotzdem erreicht, genau genommen sogar 55,564 100%ig exakte Kilometer.

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