Für Städtereisen

…. ist ein Motorroller einfach besser geeignet als ein Krad, dass haben die Exkursionen von Jürgen und mir in Österreich gezeigt.

Baden, Neunkirchen, Kirchberg – das hätten wir uns auf schweren Motorrädern niemals so intensiv angeschaut.

Dennoch: Das ist nicht meine Intention für den heutigen Ausflug mit der Vespa. Vielmehr möchte, nein, muss ich testen, ob die gestern montierten originalen Variorollen eine Verbesserung des unbefriedigenden Laufes bewirkt haben. Dass daraus dann eine kleine Städtereise wird, ist reiner Zufall.

Vespa GTS 125

Nach dem verregneten gestrigen Tag sieht es heute ein wenig besser aus – allerdings liegt die Regenwahrscheinlichkeit recht hoch. Trotzdem wage ich es und begebe mich gegen 12:00 mit der kleinen Vespa auf die Straße. Ulrichstein, Stumpertenrod, Feldatal, Schwalmtal – bergauf und bergab teste ich die neuen Rollen. Hier aber geniesse ich die Aussicht auf das Feldatal.

Vespa GTS 125

Sommerlich sind die Temperaturen aber nicht, da ist die dicke Jacke schon angebracht.

Vespa GTS 125

Nach dem Feldatal schaue ich hier bei Vadenrod von oben aufs Schwalmtal.

Vespa GTS 125

Ohne es geplant zu haben, bin ich plötzlich in der grossen Kreisstadt Lauterbach am Torbogen zur Burg. Hier beschließe ich, mir Lauterbach mal wieder zu Fuß anzusehen – das letzte mal hab ich das vor ungefähr 30 Jahren gemacht. Vieles erkenne ich wieder, manches auch nicht. In über 30 Jahren verändern sich eben auch Städte.

Hier ein paar Impressionen aus der Kreisstadt Lauterbach:

Vespa GTS 125

Eine Stunde bummele ich durch die Gassen der Lauterbacher Altstadt. Anschließend fahre ich nach Sickendorf, wo heute wieder der gewaltige Antikmarkt statt findet. Bin ich auch ewig nicht mehr gewesen, also wird angehalten.

Vespa GTS 125

Als ich aber merke, dass hier Eintritt verlangt wird, breche ich die Aktion ab. Nicht aus Geiz, keineswegs. Aber erst Eintritt bezahlen und dann noch Geld ausgeben für irgend einen Tand oder Schund, den ich nicht brauche – ach nee, besser nicht.

Vespa GTS 125

Langsam lasse ich mich mich zurück treiben an den Rand des Vogelsberges. Der Hoherodskopf steckt in dunklen Wolken und sieht sehr nach Regen aus. Ich fahre dennoch hinauf, denn 1. schützt so ein Roller schon und 2. habe ich noch die Regenklamotten aus Österreich im Gepäck. Oben an Doros Büdchen ist nur ein einziges Zweirad – und das ist dieser Heinkel-Roller, den ich so gerade noch auf die Linse bekomme.

Vespa GTS 125

Als ich zu Hause ankomme, zeigt der Tacho 120 Kilometer mehr an – und jetzt geht der Regen doch noch los. Mir aber egal!

Und was ist nun mit den originalen Variorollen? Also eindeutig läuft die Vespa besser als vorher, allerdings nicht spektakulär. Immerhin erreiche ich heute mehrfach 115 km/h als Tachoanzeige, was vorher unmöglich war. Aber trotzdem ist da noch eine winzige Schwäche im oberen Drehzahlbereich, ein kleines Fenster, in dem ich wie gegen eine Gummiwand fahre. Ein Gefühl sagt mir, dass ich a. die Ventile prüfen sollte, b. eine andere Zündkerze nehmen und c. die Düsen im Vergaser überprüfen sollte. Aber heute nicht mehr.


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