Wenn ich einen Zoo besuchen will, muss ich vom Rande des Vogelsberges aus ganz schön weit fahren: In den Taunus, nach Frankfurt, ins Knüllgebirge oder noch weiter. Aber es geht auch anders: In Nieder-Ohmen gibt es einen Landwirt mit einer Vorliebe für seltene oder exotische Nutztiere. Und wie bei so vielen Liebhabern wird der Bestand immer grösser und interessanter.
Heute habe ich ohnehin in Nieder-Ohmen zu tun und nutze das zu einem Spaziergang an der Ohm, wo sich die Freigehege dieses Landwirtes befinden. Und in der Tat hat sich seit meinem letzten Besuch wieder einiges getan.

Es beginnt mit den Ziegen. Das sind unglaublich freundliche und liebenswerte Tiere, wobei ich nicht weiss, um was für eine spezielle Rasse es sich hier handelt.

Direkt daneben der Nandu-Nachwuchs. Die sind erst ein paar Wochen alt, aber unglaublich schnell gewachsen. Schätze, dass die Bande sehr bald ins grosse Gemeinschaftsgehege umzieht.

Dann das Schweine-Gehege. Aber hier lebt nicht das gemeine Hausschwein, sondern eine Rasse aus Neuseeland. Es könnte sich um Kunekune-Schweine handeln, was fett und rund bedeutet. Aber genau weiss ich das nicht.

Ganz offensichtlich fühlt sich die Truppe auch in Mitteleuropa recht wohl. In diesen Freigehegen lässt sichs aber auch wirklich gut leben.

Weiter gehts zu den Asiatischen Wasserbüffeln. Herrliche und imposante Tiere, die durch ihre Ruhe Autorität ausstrahlen und denen man automatisch Respekt entgegen bringt.

Alle drei der schönen Tiere kommen aber freundlich an den Zaun, um sich die Köpfe streicheln zu lassen. Das etwas grimmige Gesicht von Nummer 1 scheint also zu täuschen.

Die Begegnung mit den Büffeln geniesse ich ganz besonders. Und das Fell fühlt sich herrlich weich und samtig an.

Die erwachsenen Nandus haben gleich drei grosse Freigehege, die voneinander getrennt sind. Dieser Vogel ist ist also separiert, warum, weiss ich natürlich nicht.

Auch vor diesen grossen Vögeln habe ich ordentlich Repekt. Wenn ich mir deren Klauen ansehe, dann möchte ich damit keine Bekanntschaft machen. Und ich kann diese grossen Laufvögel so gar nicht einschätzen. Schauen sie jetzt freundlich oder nicht - man weiss es nicht. Da verzichte ich lieber auf Berührungsversuche.

Die Nadus im grossenGemeinschaftsgehege laufen über die gesamte Länge des Zaunes dicht neben mir her, fast wie gut erzogene Hunde.

Auch tolle Tiere. Extrem exotisch ist deren Kommunikation: Klingt wie Trommeln oder Bongos, deren Töne direkt aus den Bäuchen der Vögel kommen. Hab ich vorher tatsächlich nicht gewusst.
Begegnungen mit Tieren helfen mir eigentlich immer, wieder mit beiden Füssen auf den Boden zu kommen. Also quasi eine ab und zu nötige Erdung.