Städte, Fische und Schwedenhäuser

Ein richtiger Frühlingstag mit strahlender Sonne, keine Termine, keine Aufträge - Freizeit also. Und was macht ein alter Ex-Biker in seiner Freizeit? Natürlich Zweirad fahren! Und genau das mach ich auch. Um 14:00 wird er E-Roller aus der Remise gezerrt, die Akku-Reszkapazität liegt bei 65% - damit kann ich einiges erfahren. Mit der Wahl des E-Rollers hat sich nun zwar der Begriff Biker stark relativiert, aber das ist mir schon lange wurscht. Und beim Blick auf die Preistafeln der Tankstellen im Vorbeifahren bin ich geradezu froh, elektrisch fahren zu können.

Zuerst geht es durch den Laubacher Wald, und wie es danach weitergeht, weiss ich im Moment noch nicht: Wir lassen uns treiben.

E-Roller

Mitten im Laubacher Wald verlasse ich den Asphalt der Strasse und besuche die abgelegenen alten Tunnel. Das ist immer ein bisschen abenteuerlich, besonders für den Roller mit seinen Kullerrädchen. Aber die Waldwege sind fast trocken, und so komme ich überall hin und auch wieder zurück.

E-Roller

Zum Glück versperrt der gestürzte Baum nicht den Weg und ich komme locker wieder auf die Strasse.

E-Roller

Am Rande des Laubacher Industriegebietes habe ich einen schönen und direkten Blick auf Grünberg. So weite liegen diese beiden “Metropolen” ja auch gar nicht auseinander.

E-Roller

Bei Wetterfeld verlasse ich erneut den Asphalt und cruise ein paar schöne Kilometer durch die sumpfige Landschaft und vorbei an etlichen Fischteichen.

E-Roller

Im Grünberger Schwedendorf wird es dann ein wenig urbaner. Es sind weitere Häuser dazu gekommen, und so allmählich vermittelt das Schwedendorf nicht mehr unbedingt das Gefühl von Ruhe und Einsamkeit.

E-Roller

Die Häuser gefallen mir allerdings nach wie vor sehr gut.

E-Roller

Wenn ich im nächsten Jahr mal wieder hier bin, ist der grosse Schotterplatz, auf dem ich jetzt stehe, vermutlich auch schon zugebaut. Also wohl doch nix für mich. Dadurch wird mir der Gedanke an ein winziges Tiny-Haus auf einem schön gelegenen Campingplatz immer sympathischer.

Nach zwei Metropolen, etlichen Fischzuchtteichen und jeder Menge Schwedenhäuser zieht es mich noch mal hinein in den Vogelsberg. Nach der Schleife über Sellnrod, Wohnfeld und Bobenhausen und exakt 50 Kilometern bin ich dann wieder daheim. Der Akku zeigt noch 29% an, gefahren bin ich mit dieser Ladung dann 106 Kilometer - jetzt wird also nachgeladen.


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