Armbian (auf einem BananaPi M5) bringt bei dem Aufruf "apt update"
folgende Warnung:
https://apt.armbian.com/dists/trixie/InRelease: Policy will reject
signature within a year, see --audit for details
Erstmal nix Schlimmes, aber nervig und ich sehe die Probleme schon heraufziehen.
Geholfen hat dann, den Armbian-key aus dem Repository neu zu
installieren. Das erfolgt so:
wget https://apt.armbian.com/armbian.key
gpg --dearmor < armbian.key | sudo tee
/usr/share/keyrings/armbian.gpg > /dev/null
Und noch ganz nebenbei: So ein BananaPi M5 eignet sich ganz
hervorragend, um darauf ein Pi-hole laufen zu lassen.
Ein gutes Betriebssystem für Maschinen mit ARM-Prozessor: Armbian

Der BananaPi M5 kann von seiner SD-Kartte (mmc) oder von seiner
internen SSD (emmc) gebootet werden, ein Booten von einer
angeschlossenen USB-SSD ist nicht vorgesehen. Es geht aber doch, und
zwar so:
Das Boot-Image wird auf die emmc geschrieben und exakt das gleiche
Image auf die externe USB-SSD. Damit haben diese beiden Datenträger die
gleiche UUID. In meinen Fällen habe ich dazei eines der Images von
Armbian genommen, wo es mehrere zur Auswahl gibt (Debian, Ubuntu,
minimal, Desktop, Server etc.)
Wird nun gebootet, erfolgt dies automatisch und immer von der emmc. Und
hier, also auf der emmc, müssen im Verzeichnis /boot zwei Dateien
geändert werden:
1. /boot/boot.cmd*
Ausschnitt /boot/boot.cmd auf der emmc:
# DO NOT EDIT THIS FILE
# Please edit /boot/armbianEnv.txt to set supported parameters
setenv scriptaddr "0x32000000"
setenv kernel_addr_r "0x34000000"
setenv fdt_addr_r "0x4080000"
setenv overlay_error "false"
# default values
# setenv rootdev "/dev/mmcblk1p1"
setenv rootdev "/dev/sda1"
setenv verbosity "1"
setenv console "both"
setenv bootlogo "false"
setenv rootfstype "ext4"
setenv docker_optimizations "on"
Trotz obiger Warnung habe ich diese Datei dann editiert: Die Zeile mit
der mmcblk1p1 wurde auskommentiert und die fett markierte Zeile mit dem
Eintrag /dev/sda1 hinzugefügt.
Ganz wichtig, sonst wirs nix:
Recompile with:
mkimage -C none -A arm -T script -d /boot/boot.cmd /boot/boot.scr
Also wie vorab gezeigt, wird die boot.cmd einmal neu kompiliert. Dauert
nur Sekunden-Bruchteile.
2. /boot/armbianEnv.txt auf der emmc:
verbosity=1
console=both
overlay_prefix=meson
fdtfile=amlogic/meson-sm1-bananapi-m5.dtb
rootdev=UUID=759eca8c-35d7-4d78-aab7-67b40f019e95
rootfstype=ext4
extraargs=rootdelay=5
usbstoragequirks=0x2537:0x1066:u,0x2537:0x1068:u
In der armbianEnv.txt wurde nur der fett markierte Eintrag hinzugefügt.
Ohne diesen kam es ab und zu vor, dass trotzdem von der emmc gebootet
wurde. Der Grund war, dass das System die USB-SSD noch nicht
initialisiert hatte, weil diese zu langsam war. Also musste noch das
rootdelay von 5 Sekunden dazu. Ob das wirklich nötig ist, hängt von der
eingesetzten SSD bzw. dem USB-Adapter ab. Bei mir war's jedenfall
notwendig.
In meinem Fall waren 10 Sekunden unnötig lang, aber 5 Sekunden zu kurz,
so dass wieder von der emmc gebootet wurde. Mit 7 Sekunden lag ich dann
richtig.
Und nur ganz nebenbei: Wenn ich OpenBSD auf dem BananPi M5 installiere,
ist die Zeit zum Initialisieren von externen USB-SSD auch zu kurz und
der Bootvorgang endet in der /bin/sh. Hier reicht es aber, ein simples
"sleep 5" in die /etc/rc einzutragen, um die kleine Verzögerung zu
realisieren.