Unix

Leben mit einem Betriebssystem

19. Mar 2026

locales unter DragonflyBSD

Ja, mit locales habe ich unter fast allen BSD so meine Probleme. Ganz schlimm war es unter DragonflyBSD 6.4.2, wo ich mir nur mit fiesen workarounds helfen konnte.

Das geht sicher eleganter, aber derzeit sieht meine Lösung so aus:

1) In der /etc/login.conf habe ich die Sektion default:\ um das hier erweitert:

:charset=UTF-8:\
:lang=de_DE.UTF-8:

2) In der ~/.profile der User wird dies hier zusätzlich eingetragen:

export LANG=de_DE.UTF-8
export MM_CHARSET=UTF-8
kbdmap -l de
export LANG=de_DE.ISO8859-15

Der UTF-8 Eintrag in der .profile (oder .cshrc) ist eigentlich ummötig, weil das ja bereits in der /etc/login.conf steht. Also nur zur Sicherheit, schaden kanns nicht.


Das Hauptproblem war, dass bei der Installation von DragonflyBSD zwar mittels kbdmap eine korrekte keymap in der /etc/rc.conf eingetragen wurde, die aber beim Einloggen offensichtlich nicht berücksichtigt wurde.

Wenn jetzt kbdmap -l de aufgerufen wurde, erschien das Auswahlmenü für die keymap - sehr lästig und unzumutbar. Wurde aber LANG auf Unicode gesetzt (also LANG=de_DE.UTF-8 ), erschien das Auswahlfenster nicht und die keymap wurde ordnungsgemäß gesetzt. Allerdings gabs mit UTF-8 die Umlaute nur bei jedem zweiten Tastendruck. Das wurde mit dem ISO8859-15 Eintrag behoben, Alternativ reicht auch ein Aufruf von set -o vi in der .profile.

Irgendwie schräg, und irgendwann finde ich höchstwahrscheinlich eine bessere Lösung. Aber erstmal habe ich jetzt funktionierende locales. Es gibt also alle Umlaute und Sonderzeichen der deutschen Tastatur.

DragonfylBSD

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08. Apr 2024

locale unter Openbsd

Mit den locales auf der Console stehe ich bei OpenBSD immer ein bisschen auf dem Kriegspfad. Da sind so viele Parameter, die da hinein spielen, dass ich wohl den Überblick verloren habe.

Nach vielen Versuchen, Fehl- und Rückschlägen habe ich nun eine Konfiguration, mit der ich leben kann. Perfekt ist sie aber leider noch immer nicht.

Als erstes habe ich mich entschieden, die TERM-Einstellungen in der /etc/ttys nicht zu ändern, sondern auf der Originaleinstellung zu belassen, also auf vt220.

Sollte ich ausnahmsweise mal eine andere Einstellung benötigen, beispielsweise für den midnight-commander, so mach ich das über das Setzen von $TERM in einem Script.

Meine locale Einstellungen lege ich in der ~/.profile fest, und zwar wie folgt:

export LANG=de_DE.UTF-8
export LC_ALL=" "

Die deutsche Tastaturbelegung wird in der /etc/kbdtype mit de.nodead gesetzt.

Das Kommando locale gibt nun das hier aus:

LANG=de_DE.UTF-8
LC_COLLATE=" "
LC_CTYPE=" "
LC_MONETARY=" "
LC_NUMERIC=" "
LC_TIME=" "
LC_MESSAGES=" "
LC_ALL=\

"locale -m" sagt: UTF-8 und "locale charmap" zeigt US-ASCII.

Damit habe ich FAST alle benötigten Sonderzeichen und Umlaute auf der Tastatur - bis auf den und den ¢. Daran muss ich wohl noch arbeiten. Unter Xorg sind natürlich alle Zeichen vorhanden.

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